Ein kleines Breitband-Glossar mit kurzen Erläuterungen zu den gängigsten Breitband-Begriffen finden Sie hier.

Weiße Flecken

Im laufenden Ausbau Oberberg Mitte konnten nicht alle weißen Flecken einbezogen werden.
Um im Gummersbacher Stadtgebiet noch verbleibende weiße Flecken genau abgrenzen zu können, führte die Stadt Gummersbach eine Markterkundung für das gesamte Stadtgebiet durch, beginnend mit dem 9. November 2019. Mit der Markterkundung wird bei Telekommunikationsunternehmen (TKU) abgefragt, wie die aktuelle Versorgung der Anschlüsse ist und ob die TKU beabsichtigen, in den nächsten drei Jahren "auf eigene Kappe" auszubauen. Adressen, die unter 30 Mbit/s im download liegen und für die kein Ausbau angekündigt wird, gelten aus weiße Flecken im Sinne der Förderrichtlinien.

Die Markuerkundung wurde veröffentlicht unter www.breitbandausschreibungen.de. 

Der Text der Markterkundung steht hier als pdf zum download bereit.

Gewerbegebiete
Bund und Land haben in einem Sonderaufruf im November 2018 für Gewerbegebiete die Fördermöglichkeiten für die Breitbandanbindung verbessert.
Danach können für unterversorgte Gebiete, die
1. im Bebauungsplan (BPl) oder Flächennutzungsplan (FNP) der Kommune als Industrie- (GI) oder Gewerbegebiet (GE) ausgewiesen sind und in denen
2.   mindestestens drei Betriebe liegen, bei denen die pauschale Bedarfsrechnung (30 Mbit/s je Arbeitsplatz mit Netzzugang) eine Unterversorgung ergibt,
Anträge auf geförderten Ausbau gestellt werden. Dabei ist Ausbauziel 1 Gbit/s synchron.

Mit den Daten der Markterkundung wurden die noch förderfähigen Gebiete (Weiße Flecken und Gewerbegebiete) ermittelt. Auf dieser Grundlage hat die Stadt Gummersbach im Mai 2020 einen Antrag auf Förderung aus dem Bundesprogramm für den Breitbandausbau gestellt. Die Beantragung fällt in den 6. Call - sprich Förderaufruf.

Der Förderantrag beruht auf dem Wirtschaftlichkeitslückenmodell. Mit der Markterkundung wurde festgestellt, dass kein Anbieter den Ausbau dieser Gebiete für ausreichend wirtschaftlich ansieht.
Fördergegenstand ist der Ausgleich der möglichen Unterdeckung des Ausbauprojektes. Der Ausgleich der Wirtschaftlichkeitslücke stellt ein Subvention dar, auf die die Bestimmungen der Europäischen Union über staatliche Beihilfen beim Breitbandausbau und die hierzu ergangenen Regelungen im deutschen Recht Anwendung finden.

Im August 2020 ist der Bescheid über die vorläufige Förderbewilligung des Bundes eingegangen (Ausstellung des Bescheides durch ateneKOM, das Projektbüro für die Bundesförderung). Die vorläufige Projektsumme beträgt 14,3 Millionen Euro. Die Bundesförderung beträgt davon 50 %. Beim Land NRW wird die Kofinanzierung mit ebenfalls 50 % beantragt.

Der nächste Schritt in diesem Verfahren ist die Ausschreibung der Ausbauleistung. Dies wird Anfang 2021 erfolgen.

Das vorläufige Projektgebiet umfasst bisher 447 Anschriften, verteilt über das Stadtgebiet.
Im Laufe des Bieterauswahlverfahrens können sich aber noch Änderungen ergeben - falls sich in den Gesprächen herausstellt, dass einzelne Adressen bereits doch über 30 Mbit/s liegen bzw. in den nächsten 3 Jahren im Eigenausbau durch einen Anieter ausgebaut werden.

Wann der Ausbau für diese Adressen abgeschlossen sein kann, richtet sich nach der Ergebnissen der Ausschreibung.

In der unten stehenden Karte
-sind die Gebiete orange markiert, die über einen Antrag im 3. Call (Förderaufruf) der Bundesförderung ausgebaut werden - siehe dazu den TAB "2018 - 2020 Schnelles Internet Oberberg Mitte" und
- die weißen Flecken stellen das vorläufige Projektgebiet für den aktuellen Antrag "Weiße Flecken/Gewerbe"  im 6. Call der Bundesförderung dar.

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Zeitplan und Breitbandleistung

Der Ausbau durch Telekom erfolgt in Teilabschnitten. Telekom hat eine Internetseite geschaltet, auf der die Bewohner der Ausbaugebiete in einem Blog abfragen können, wann und mit welcher Leistung bei ihnen ausgebaut wird.  Grundsätzlich werden alle Anschlüsse mit mind. 50Mbit/s versorgt. Dies wird überwiegend mit Vectoring-Technik sichergestellt (FTTC). Darüber hinaus wird in einigen wenigen Bereichen  Glasfaser bis ans Gebäude gebaut (FTTB).  Die Entscheidung, welche Technik wo zur Anwendung kommt, hängt von vielen Faktoren ab. So sind z.B.  laut Fördergeber Schulen mit Glasfaser anzubinden. Im Umfeld können auch private Haushalte je nach Lage mit einbezogen werden. Darüberhinaus wird FTTB immer dann verbaut, wenn der Einsatz nicht kostenintensiver ist als die Nutzung der Vectoring-Technik.

Der Ausbau sollte Ende Juli 2020 abgeschlossen sein. Dann hat der Fördergeber einen Aufschub bis Ende des Jahres 2020 gewährt, denn auch die für Telekom tätigen Baufirmen sind von Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie betroffen. Inzwischen hat Telekom eine weitere Verzögerung angekündigt. Auf der Info-Seite der Telekom sind nun auch aktualisierte Listen zu den Verfügbarkeiten eingestellt.

Zur Info-Seite der Telekom geht es hier.

Allgemeine Informationen zu diesem Ausbauprojekt bietet die Wirtschaftsförderung des Oberbergischen Kreises auf ihrer Homepage.

Info über Glasfaseranschlüsse

Die Eigentümer der Gebäude, die mit Glasfaser bis zum Gebäude angeschlossen werden, wurden angeschrieben. Die Haushalte im Ausbaugebiet, die kein solches Schreiben erhalten hat, werden mit FTTC versorgt.
 

Versorgung der Schulen

Der Oberbergische Kreis konnte in das Projekt über den Sonderaufruf "Schulen" die Glasfaseranbindung aller Gummersbacher Schulen einbinden.

 

Förderung

Im Juli 2018 hat der Oberbergische Kreis für den Ausbau in den Kommunen Gummersbach, Marienheide, Lindlar und Reichshof einen Förderbescheid in Höhe von 12.750.920 Euro erhalten (50 % Bund und 50 % Land NRW). Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt 32 Mio. Euro. Von den beteiligten Kommunen ist kein Eigenanteil zu zahlen.
Am 17. Juli 2018 wurde ein Vertrag mit Telekom über den Ausbau geschlossen. Die Projekt-Laufzeit wurde auf 2 Jahre festgelegt. Somit sollte der Ausbau im Juli 2020 abgeschlossen werden. Inzwischen hat der Fördergeber einen Aufschub bis Ende des Jahres gewährt. Denn auch die für Telekom tätigen Baufirmen sind von Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie betroffen.
 

Ausbaugebiet 3. Call

Ein Übersicht der Ausbaugebiete finden Sie hier (5 MB)

Das vorbereitende Verfahren

Aus Mitteln der Breitbandförderung des Bundes erhielt die Stadt Gummersbach eine Förderung für die Erstellung eines Breitband-Entwicklungs-Konzeptes für das gesamte Stadtgebiet. Das Konzept wurde bis Herbst 2016 erarbeitet.
Zunächst wurde die aktuelle Breitbandversorgung erfasst (und zwar genauer, als es zur Zeit im Breitbandatlas dargestellt ist) sowie festgestellt welche Breitband-Infrastruktur bereits vorhanden ist.
Für die so ermittelten unterversorgten Gebiete (weniger als 30 Mbit/s - sogenannte "weiße Flecken") wurde eine Grob-Planung vorgenommen, welche neue Infrastruktur benötigt wird, um eine angemessene Breitbandversorgung herstellen zu können und mit welchen Kosten hierfür zu rechnen ist.

Als zweite Phase in der Konzeptentwicklung wurde am 29.7.2016 das Interessenbekundungsverfahren (IBV) auf www.breitbandausschreibungen.de veröffentlicht.

Das Ergebnis lag rechtzeitig vor für die 3. Förderrunde (3. Call) des Bundesprogramms. Ende Oktober 2016 wurde durch den Oberbergischen Kreis ein gemeinsamer Förderantrag gestellt für die Kommunen Gummersbach, Marienheide, Lindlar und Reichshof. Für Gummersbach erfolgte dies auf Basis der im IBV definierten "weißen Flecken". Allderings konnten nicht alle als weiß klassifizierten Adressen mit einbezogen werden. In der 3. Förderrunde wurde ein Ranking der gestellten Anträge vorgenommen, bei dem die Wirtschaftlichkeit der Maßnahme hohe Bedeutung hatte. Einzeladressen, die die Wirtschaftlichkeit der Gesamtmaßnahme gefährdet hätten, konnten nicht einbezogen werden.

Nachdem der Oberbergische Kreis im Frühjahr 2017 eine grundsätzliche Förderzusage erhalten hat, wurde ein offenes und transparentes  Anbieter-Auswahlverfahren durchgeführt, aus dem Telekom als Vertragspartner hervor gegangen ist.

Gefördert durch:

Beantragt durch:

Die bisherigen Ausbaumaßnahmen beruhten - bedingt durch die bisherigen Förderregularien - auf dem Ausbau des FTTC - Netzes.

Grundsätzlich ist die Breitbandversorgung in Gummersbach gut und deckt weitgehend den heute üblichen Bedarf.

Die Anforderungen an schnelle Internetverbindungen werden aber weiterhin schnell ansteigen.
Die Stadt Gummersbach wird sich der Herausforderung Gigabitausbau stellen.
Ziel ist der flächendeckende Glasfaserausbau.
Dazu wurden folgende Schritte unternommen:

1. Für den Ausbau der verbleibenden weißen Flecken wurde bereits ein Förderantrag beim Bund mit Kofinanzierung durch das Land gestellt. Das Verfahren läuft zur Zeit. Ziel ist der Ausbau mit Glasfaser.

2. Die Stadt Gummersbach richtet die Stelle eines Projektkoordinators für Breitbandfragen ein. Dieser wird die Umsetzung der Breitbandstrategie der Stadt Gummersbach vorantreiben unter Inanspruchnahme aller Fördermöglichkeiten.

3. Die Firma MICUS wurde beauftragt, eine Strategie für Gummersbach zu erarbeiten, um den besten Weg zum flächendeckenden Gigabitausbau aufzuzeigen. Da es sich danach um ein geschätztes Projektvolumen von rund 40 Mio. und um eine große Projektfläche handelt, kann die Umsetzung nur nach und nach erfolgen. Es wurde eine Priorisierung nach Wohn- und Gewerbedichte vorgenommen.

Dort, wo der Breitband-Markt von sich aus noch keine befriedigende Lösung anbietet, können Förderprojekte Abhilfe schaffen:

  • Windhagen
    Förderbewilligung nach GAK im April 2016 - Ausbau im Juni 2017 abgeschlossen

  • Hardt-Hanfgarten und Herreshagen/Gummeroth
    Förderbewilligung nach GAK im Dezember 2014 - Ausbau im Januar 2016 abschlossen
  • Strombach - DSL-Ausbau mit Förderung aus dem Konjunkturpaket 2010/2011 
    Die Web-Präsenz der Breitbandinitiative Strombach bietet auch nach Abschluss des Förderprojektes interessante Informationen rund um die Breitbandversorgung. Ein Eigenanteil musste hier nicht aufgebracht werden, allerdings hat die Initiative Strombach die damals erforderliche Bedarfsumfrage unterstützt und ist mit den Fragebogen von Haus zu Haus gegangen. Der ADSL-Ausbau wurde im Dezember 2011 abgeschlossen.
  • Berghausen -DSL-Ausbau mit Förderung aus dem Konjunkturpaket 2009/2011
    Ebenfalls unter Einsatz von Mitteln aus dem Konjunktur-Förderprogramm II wurde der DSL-Ausbau in Berghausen in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Lindlar realisiert. Auch in Berghausen wurde der Ausbau im Dezember 2011 abgeschlossen.

FTTC / FTTH

Mit der Teilnahme an einem FTTH-Pilotprojekt im Jahr 2013 konnte die Gummersbacher Innenstadt mit dem für Großstädte üblichen Angebot "Glasfaser ans Gebäude" gleichziehen.

Breitband über Fernsehkabel wird ebenfalls in weiten Teilen der Innenstadt, in Bernberg sowie in Niederseßmar angeboten.

Im November 2014 hat das Gummersbacher Stadtgebiet einen weiteren Breitband-Ausbau erfahren: Die Deutsche Telekom hat für viele Orte, die in den Vorwahlbereich 02261 fallen, den Ausbau mit hohen Bandbreiten über FTTC realisiert. Bei diesem Projekt wurden die Knotenverzweiger mit Glasfaser angebunden, was Datengeschwindigkeiten von 50 bis 100 Mb/s ermöglicht. Inzwischen wird bei vielen FTTC - Lösungen im Stadtgebiet Gummersbach bereits Super-Verctorin eingesetzt. Damit sind Bandbreiten bis 250 Mbit/s realisierbar.

 

Ausbau durch Vorvermarktung

In einigen Orten konnte die Stadt Gummersbach auch ohne öffentliche Förderung Breitband-Ausbauprojekte vermitteln. Hier war die Unterdeckung der Maßnahmen auf Seiten des Breitbandanbieters so gering, dass sie allein durch ein besonderes Engagement seitens der Dorfbewohner ausgeglichen werden konnte. 

So wurde 2010 Lieberhausen nach einer Phase der Vorvermarktung (Kooperation Anbieter/Dorfverein) durch AT Aggertechnik mit Breitband per Funk ausgebaut.

In Erbland/Schönberg/Schneppsiefen war bereits 2008 eine Ausbauzusage seitens Telekom erreicht worden, per Zuzahlung und Vorvermarktung durch den Dorfverein.

Das jüngste Projekt dieser Art ist in Niedernhagen gelungen. Dazu wurde eigens ein Dorfverein gegründet, der mit viel Einsatz dafür sorgte, dass die benötigte Anzahl an Vorverträgen erreicht wurde. Im März 2016 wurden die neuen Anschlüsse geschaltet.

 

Der Breitbandatlas auf der Homepage des Bundeswirtschaftsministerium gibt Auskunft über den Versorgungsgrad nach Qualität und Art der Technik gestaffelt.

Die Bundesnetzagentur bietet unter breitbandmessung.de einen Geschwindigkeitstest, mit dem man feststellen kann, welche Leistung tatsächlich am eigenen Anschluss ankommt.

Frau
Ute Sänger

Büro des Bürgermeisters

1.3 - Stabsstelle für Breitbandausbau, Digitalisierung und Wirtschaftsförderung

Wilhelmstr. 12

51643 Gummersbach